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MUT. MACHT. GESELLSCHAFT

Begegnung mit Gästen aus Guatemala von 1.-7.5.2017

Armut und große soziale Ungleichheiten sind in allen Gesellschaften zu finden. Auch in Österreich wird darüber diskutiert, wie Wohlstand verteilt ist und wer daran teilhaben darf. Gegenwärtig verfügt eine Minderheit über Geld und Vermögen im Überfluss. Zugleich haben immer mehr Menschen zu wenig für ein gutes Leben. Eigentlich sind genug Ressourcen für alle da – sie sind nur extrem ungleich verteilt. Es gilt also die Frage zu beantworten, was wir für ein Leben brauchen, was wirklich gut für alle ist.

Auch in Guatemala ist die Frage der gerechten Verteilung ein wichtiges Thema. Kein anderes Land in Lateinamerika verzeichnet eine so große Schere zwischen Arm und Reich. Der größte Teil der natürlichen Ressourcen, des wirtschaftlichen Vermögens und der politischen Gestaltungsräume sind in der Hand einiger weniger Personen. Zudem sind die Folgen des 36 Jahre dauernden Bürgerkriegs bis heute spürbar: Ethnische Diskriminierungen, Menschenrechtsverletzungen und Gewalt sind auch 20 Jahre nach Unterzeichnung der Friedensverträge allgegenwärtig. Insbesondere die indigene und ländliche Bevölkerung sind davon betroffen. Sie bilden die große Mehrheit der Bevölkerung und prägen das Land mit ihrer kulturellen und sprachlichen Vielfalt. Das auf den ersten Blick beeindruckende Bild einer vermeintlich multikulturellen Gesellschaft hält jedoch bei einer näheren Betrachtung nicht stand. Zu offenkundig sind die sozialen Gegensätze sowie die wirtschaftliche und politische Ausgrenzung der Mehrheitsbevölkerung. Trotz Repressalien seitens der staatlichen und wirtschaftlichen Eliten leisten die indigenen Gemeinschaften gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen beharrlichen Widerstand.

Laden Sie zwei spannende Gäste aus Guatemala zwischen 1.-7.5.2017 in Ihre Pfarre, Ortsgruppe oder Schule (Oberstufe) ein! Erfahren Sie, wie sich Menschen in Lateinamerika für ein würdiges Leben engagieren und organisieren! Unsere Gäste Hilda Elizabeth Cabrera López und Elvis Santiago Morales Sican erzählen, wie sie sich in ihren Organisationen für ein würdiges Leben der benachteiligten Mehrheitsbevölkerung einsetzen. Sie fordern Mitspracherecht und Teilhabe an Bildung, Gesundheit, Justiz und Kultur. Sie schlagen alternative Wirtschaftssysteme vor, die die Umwelt schützen und zu einem guten Leben für alle Menschen beitragen. Sie inspirieren und machen Mut.